13 Mai 2026
Tag des Cocktails
13 Mai 2026Worum es geht
Der Tag des Cocktails fällt auf den 13. Mai. Er markiert den Jahrestag der ersten bekannten gedruckten Definition des Wortes Cocktail — ein einziger Satz in einer Kleinstadtzeitung im Staat New York, als Antwort auf einen Leserbrief. Aus diesem Absatz aus dem Jahr 1806 ist eine ganze Kultur gewachsen.
Woher er kommt
Am 13. Mai 1806 wurde der Herausgeber von The Balance and Columbian Repository in Hudson, New York, von einem Leser gefragt, was genau ein "cock-tail" eigentlich sei. Seine Antwort ist unter Bartendern weltberühmt geworden: eine anregende Spirituose, bestehend aus Alkohol jeder Art, Zucker, Wasser und Bitter. Vier Zutaten. Das ist das Originalrezept — und zwei Jahrhunderte später noch immer das Skelett jedes Old Fashioned, der in jeder Bar der Welt serviert wird. Der Tag des Cocktails feiert diese Definition jedes Jahr am 13. Mai, und in den letzten zehn Jahren ist er vom Insider-Witz unter Bartendern zu einem weltweiten Anlass geworden, zu Hause etwas Gutes zu mixen.
Was 2026 neu ist
Dieses Jahr jährt sich die Zeitungsdefinition von 1806 zum 220. Mal, und Bars von Berlin über Wien bis Zürich setzen auf Jubiläumskarten rund um die ursprüngliche Vier-Zutaten-Formel. Berlin ist gerade dabei, sich endgültig als eine der spannendsten Cocktailstädte Europas zu etablieren — Buck and Breck, Velvet, Lugosi und die Wiener Schwergewichte Tür 7 und Kleinod tauchen Jahr für Jahr auf den internationalen Bestenlisten auf. Der große Trend 2026 ist low-and-no: alkoholfreie Spirituosen haben qualitativ endlich aufgeholt, und die spannendsten Karten dieses Frühjahrs sind halb klassisch, halb alkoholfrei. Geklärter Milchpunsch erlebt ein weiteres Comeback. Mezcal setzt seinen langsamen Siegeszug fort. Und der Markt für die heimische Hausbar — Shaker, Jigger, Eisformen, Gläser — ist so groß wie nie zuvor.
Fünf Dinge zum Mitnehmen
- Das Wort Cocktail ist rund hundert Jahre älter als der Manhattan, der Martini und die Margarita.
- Der Old Fashioned ist der nächste lebende Verwandte dieser Definition von 1806 — wer ihn bestellt, trinkt im Grunde Geschichte.
- Der klassische Martini war ursprünglich süß, nicht trocken. Die trockene Version setzte sich erst in den 1940er Jahren durch.
- Die Coupette soll der Form von Marie Antoinettes linker Brust nachempfunden sein. Charmant, fast sicher unwahr, aber die Geschichte will einfach nicht sterben.
- Ein Negroni besteht aus genau drei Zutaten zu gleichen Teilen. Wer eingießen kann, kann ihn mixen.
Was schenken
- Einen schweren japanischen Jigger — das einzige Werkzeug, das aus Bauchgefühl einen echten Drink macht.
- Ein Tumbler-Glas aus schwerem Kristall, einzeln statt im Set. Ein gutes Glas schlägt sechs mittelmäßige.
- Eine Flasche Bitter aus kleiner Manufaktur — The Bitter Truth aus München oder etwas, das er oder sie noch nicht kennt.
- Eine Eisform für den perfekten klaren Würfel — der Unterschied ist im Glas wirklich sichtbar.
- Ein klassisches Cocktailbuch — The Savoy Cocktail Book, Death & Co oder Charles Schumanns American Bar.
- Eine bereits bezahlte Reservierung in einer Bar, in die sie oder er schon lange wollte. Das beste Geschenk zum Tag des Cocktails ist, in eine großartige Bar mitgenommen zu werden.
Gemeinsam planen
Leg auf Craftbox eine Liste für die Hausbar an, die ein Freund seit Monaten fast fertig hat. Oder speichere deine eigene — den Shaker, den Bitter, das eine gute Glas — und lass sie jemanden am 13. Mai vervollständigen.